Entscheidungen und Abschluss (10. Tag)

Das heutige Morgengebet wurde von den USA vorbereitet. Es war eine angenehm stille Zeit, die auf den letzten Arbeitstag mit Entscheidungen eingestimmt hatte.

DSC_4155Zunächst wurden einige Entscheidungen bezüglich der Finanzen der Weltgemeinschaft zur Abstimmung aufgerufen. In den Vorbereitungssendungen waren die Details bereits enthalten, die Themen wurden beim Bericht des ExCo am Beginn der Versammlung erläutert. Es ging darum, wie das Geld, das nicht mehr für die Miete der Wohnung benötigt wird, weil die Wohnung gekauft werden konnte, verwendet wird. Es wird vornehmlich in apostolische Projekte einfließen. Ein zweiter Punkt war die Anpassung der Zahlungen der Nationalgemeinschaften für die Weltgemeinschaft. Für Deutschland ergibt sich dabei keine wesentliche Änderung.

DSC_4173Das Writingteam hat wirklich gute Arbeit bezüglich des Schlussdokumentes und der Richtungsweisung für die nächsten 5 Jahre geleistet. Der Entwurf wurde vorgestellt und nach einer Lese- und Beratungspause im Plenum diskutiert. Die Rückmeldungen wurden dann eingearbeitet und am Nachmittag in einer letzten Version vorgestellt. Wir glauben, dass es wirklich gut gelungen ist den Geist der hiesigen Versammlung einzufangen und auszudrücken. Ein letzter Feinschliff ist dennoch erforderlich und auch die „autorisierten“ Übersetzungen aus dem Englischen ins Spanische und Französische stehen noch aus. Für uns kommt dann die Übersetzung ins Deutsche. Das Dokument wird wahrscheinlich im September verfügbar werden. Die Schwerpunkte der Orientierung sind:

  • Familie
  • Globalisierung und Armut
  • Ökologie

hinzu kommt noch das Thema Jugend.

Am frühen Nachmittag trafen wir uns dann in der europäischen Region – unterteilt in drei Untergruppen. Die dort gesammelten Punkte werden vom Euroteam bei der European Assembly, die an Pfingsten 2014 in der Nähe von Regensburg im Haus Werdenfels stattfinden wird, aufgegriffen werden.

Am Nachmittag standen die Wahlen des nächsten Weltvorstandes (ExCo) an. Schritt für Schritt wurden der Vorsitzende / die Stellvertreterin / die Schriftführerin / vier Konsultmitglieder einzeln gewählt.  Das Erbebnis:

Vorsitzender:    
DSC_4190Mauricio Lopez Oropeza aus Mexico
(bisher als Konsultmitglied im ExCo)

 

 

 

 

 

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Stellvertretende Vorsitzende:

Beatrix-Edel Churu aus Kenya
(bisher als Konsultmitglied im ExCo)

 

 

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Schriftführerin:

Najat Sayegh aus dem Libanon
(neu im ExCo)

 

 

Konsultoren:

  • Denis Dobbelstein aus Belgien (neu im ExCo)
  • Chris Hogan aus Australien (bisher Schriftführer)
  • Ann Marie Brennen aus den USA (bisher NGO Sekretariat, neu im ExCo)
  • Josephine Shamwana aus Simbabwe (neu im ExCo)

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Der neue Weltvorstand (ExCo)

Unsere Kandidatin, Inge Höpfl, war im letzten Wahlgang an dritter Stelle und kam somit nicht in die Stichwahl.

DSC_4231Am Abend wurde im Gottesdienst den ausscheidenden Mitgliedern mit einem Memory-Stick, auf dem Dankesbeiträge von über 60 Nationalgemeinschaften gesammelt waren, gedankt. Der neue Weltvorstand wurde mit einer Geste, bei der Alle anwesenden die Hand ausgestreckt hatten, ausgesendet. Der Schlusssegen galt allen Mitgliedern der Versammlung, die jetzt die Aufgabe haben, das hier Erlebte und Beschlossene in den Nationalgemeinschaften zu verwurzeln und weiter wachsen zu lassen.

 

Als Schrifttext für diese Versammlung wurde ja die Verklärung Christi gewählt  bei der es auch darum geht, wieder vom Berg herab zu steigen und das Erlebte in den Alltag zu integrieren. Hoffentlich gelingt das!

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Debatten und erste Entscheidungen (9. Tag)

Der Tag begann mit „Effata  – öffne Dich“. Ohren und Mund wurden geöffnet zum Debattieren. Die philippinische Gemeinschaft betrachtete mit uns das Evangelium. Die Meditationshinweise kamen für uns in ungewohnter Weise vom Band.

Die erste Einheit des Tages gehörte dem Amazonas-Projekt, das für die GCL noch im Anfangsstadium steckt. Der reich verzweigte Amazonas berührt sehr viele Länder in Lateinamerika. Weil es ein internationales Projekt ist, dauert es lange es zu organisieren. Die GCL arbeitet hier mit den Jesuiten der betroffenen Länder eng zusammen.

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Das Writingteam hat uns mit einem sehr überzeugenden Erstentwurf des Schlussdokumentes mit der Beschreibung unserer Versammlung überrascht. DSC_4116Der inhaltliche Teil, mit den Richtungsweisungen (Recommendations) war zunächst nur eine Gliederung – ein Skelett mit je einem Satz. Über diese beiden Teile wurde bis zum Mittag in kontinentalen Gruppen gesprochen. Am Nachmittag wurden die Ergebnisse vorgestellt und dem Writingteam und dem ExCo übergeben.

Dann gingen wir zur Beschlussfassung der Änderungsvorschläge für die Allgemeinen Grundsätze (AG) und Allgemeinen Normen (AN) über. Das Thema Membership und Commitment (Mitgliedschaft und Bindung) wird in einer Kommission behandelt werden, die zur Überprüfung und Anpassung der AG und AN eingerichtet wird. Ein Vorschlag zur einheitlichen Erhebung der zahlenden Mitglieder in den einzelnen Ländern kam nicht durch. Dadurch bleibt die Finanzierungsfrage für die Weltgemeinschaft nicht geklärt.

Den Abschluss des Tages bildete die gemeinsame Eucharistiefeier, die diesmal von den europäischen Gemeinschaften gestaltet wurde. Dazu gehörte auch, dass der erste Satz des Vaterunsers in 21 verschiedenen Sprachen gebetet wurde.

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Da es heute (ausnahmsweise) keine Late Night Veranstaltung gibt, können wir die Aussicht auf die Stadt und das Mittelmeer vom Balkon genießen.

Letzter Input – erste Orientierungssuche (8. Tag)

Schon das Morgengebet der Philippinos stimmte uns durch den Blick auf die Schönheit der Schöpfung auf das Thema ein. Der letzte Input kam von Pedro Walpole SJ, der auf den Philippinen lebt und Experte für Fragen von Wasser und Landwirtschaft ist. Sein Vortrag unter dem Thema „Schöpfung, Armut und die sich entwickelnde Front eines ignatianisch –ökologischen Engagements“.

DSC_3970Studenten, die er zu sich aufs Land einlädt mit den Menschen und der Natur zu leben, verändern sehr schnell ihre Denkweise. Sein Hauptakzent liegt nicht einfach auf Ökologie, sondern darauf, dass wir uns versöhnen mit der Schöpfung, unseren Nachbarn und mit Gott. Und das beginnt damit, dass wir dankbar sind für all die reichen Gaben, die wir empfangen haben und empfangen.

Er begann mit einer theologisch praktischen Perspektive die über die Dankbarkeit, die Inkarnation, dass heißt die Annahme der Menschheit und Schöpfung durch Gott und schließlich die Auferstehung Jesu als die Leidenschaft und das Feuer, das Christus auf die Erde werfen will.

Der zweite Punkt war die Anerkennung der Komplexität des Problems. Er erinnerte an die UN-Entwicklungsziele und fügte ihnen hinzu, dass es eine Spiritualität des Lebens, der Hoffnung über menschliches Handeln hinaus braucht.

Als drittes machte er uns mit vielen Initiativen und Web-Seiten zum Thema bekannt.

Besonders seine Weise des Vortrages berührte uns. Es ging wirklich eine Spiritualität des Lebens und der Versöhnung von ihm aus.

Die den gleichen Kleingruppen wie in den Tagen zuvor wurde die Frage wiederum auf die Situation und die Mission der GCL in den verschiedenen Ländern weiter geführt.  Wie immer wurden die Ergebnisse der Kleingruppen in zwei Sätzen zusammengefasst und dem Auditorium vorgetragen – jeweils mit einer der Zeit des Nachklingens.

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Das Writing Team stellte nicht etwa einen Text vor, sondern erhob zunächst die Stimmung der Versammlung zu zwei Fragen:

  • Welchen Ton, Melodie, Rhythmus, Farbe oder Tempo soll der Text haben
  • Ein Wort oder ein Satz, der in diesen Tagen gefallen ist und im Schlussdokument vorkommen sollte.

Dann trat der ExCo (Weltvorstand) auf den Plan und stellte Themen vor, die ihm wichtig schienen und die erarbeitet hatte, während wir zum Ausflug waren. Die Themen wurden von der Versammlung ergänzt und dann in Gruppen durchgesprochen. Auf die Weise gewinnt unsere Versammlung allmählich eine Orientierung.

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DSC_4029Zum Abschluss feierten wir eine Messe, die von der asiatischen Region mit fernöstlichen Elementen sehr ansprechend gestaltet wurde.

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Am Abend bestand im Garten die Möglichkeit, die rund 40 Kandidaten für den kommenden ExCo in persönlichen Gesprächen näher kennen zu lernen.

Von der Familienfront (7. Tag)

DSC_3828Nach dem Morgengebet hörten wir einen äußerst anregenden und mit passenden Bildern begleiten Vortrag von Prof. Fernando Vidal aus Spanien über die Situation der Familie weltweit, die seit den späten 60ern sich ständig wandelt. Die Beschreibung war umfassend und übersichtlich.

Im zweiten Teil ging es um die Hilfen, die die ignatianische Spiritualität für die Familien bereit hält. Dazu wählte er ein Bild von der ignatianischen Windmühle, die von vier Blättern bewegt wird:

  • Offenheit für das je Größere
  • Unterscheidung der Geister
  • Freiheit und Einheit
  • In allen Dingen lieben und dienen

Diese vier Windmühlenblätter drehen sich miteinander und produzieren das Brot, das wir einander reichen.

Die Lehre der letzten Päpste fasste er zusammen unter den drei Worten:

  • Dankbarkeit
  • Gastfreundschaft
  • Unterscheidung

 

Am Schluss stand die Frage, was die GCL speziell für die Familie tun kann. Er entwickelte einen sehr ambitionierten Plan für die nächsten Jahre mit Konferenzen, Homepages und eBooks.

 

DSC_3826In dem Vortrag gab Sabi aus Südafrika ein sehr persönliches und offenes Zeugnis über ihr vielfach gebrochenes Familienleben als alleinerziehende Mutter, die durch die GCL neu zu Hoffnung, Kraft und Selbstbewusstsein gefunden hat und nun als Delegierte bei uns ist.

In den gleichen Sprachgruppen wie am Vortag wurde die Thematik vertieft und auf die einzelnen Länder hin konkretisiert. Was kann die GCL für die Familie tun und für Menschen, die in gebrochen Verhältnissen leben?

Hierzu laden wir Euch ein selbst über das Thema Familie nachzudenken!

Der Nachmittag war frei. Es gab drei Angebote, die freie Zeit zu gestalten:

  • Byblos (da wo die Schrift und das Buch erfunden worden ist)
  • Notre Dame de Libanon (Wallfahrtsort)
  • Strand

Wir waren in Byblos. 8.000 Jahre Geschichte in mehreren Schichten ist schon sehr beeindruckend.

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Am Abend – ab 21:00 Uhr – gab es dann noch eine Vorstellung der Aktivitäten der GCL bei der UN als NGO (nicht Regierungsorganisation) durch Ann Marie Brennan aus den USA.

DSC_3962Der Bericht wurde ergänzt durch einen Beitrag von Rafeal Madera aus der Dominikanischen Republik zu der 4% Aktion für Bildung, an der wir uns als Nationalgemeinschaft auf Anregung der Kommission Sendung und Dienst auch beteiligt hatten und durch einen Beitrag von Leonardo Becchetti, der über Aktivitäten der UN Gruppe in Rom berichtete.

 

Touching new frontiers (6. Tag)

Das Morgengebet führte schon in das Thema ein: Wir sahen einen Film in dem junge Leute Stücke von Mozart auf Instrumenten spielten, die aus Abfall kunstvoll hergestellt waren.

Die Überraschung des Tages war der Vortrag von Pater General Nicolàs. Er begann mit einer Analyse, die er mit Papst Franziskus gemeinsam hat, die heutige Welt leidet unter einer Globalisierung der Oberflächlichkeit. Die Antwort darauf muss darin bestehen, dass wir in allen Dingen in die Tiefe gehen.  Von besonderer Bedeutung wird das intellektuelle Apostolat sein. Heißt das, haben wir die Frage des Prophetischen von Fatima aufgegeben? Nein, wir gehen weiter. Wenn wir auf die Bibel schauen ist der erste Schritt die Bildung eines Volkes, des Volkes Gottes. Diese Identität braucht die Sprache der Geschichte. Das Volk erzählt seine Geschichte mit Gott. Zweitens die daraus entstehende Identität ist gefährlich. Das heißt Nationalismus, Gewalt usw. Es braucht Reinigung und Klärung durch die Propheten (Fatima). Drittens: Das Exil bedeutet die große Krise. Israel verliert nicht nur sein Land und seinen Tempel, viele verlieren ihren Glauben. Eine neue Sprache wird nötig, die Sprache der Weisheit. Das ist die Sprache der Grenzsituation und die Sprache im nicht christlichen Milieu. Weisheit eint uns mit anderen  und macht uns verständlich.

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Am Nachmittag kam Prof. Leonel Matar von der Jesuitenuniversität in Beirut und referierte über die Globalisierung. Das war ein relativ optimistischer Vortrag, der darüber sprach: Globalisierung bedeutet weltweite Bewegung und Transport von Gütern und Gedanken – hilfreiche und schädliche. Die neuen sozialen Medien schaffen eine weltweite Gemeinschaft, die schnell auf Ereignisse reagieren und Druck aufbauen kann. Das verändert sogar multinationale Konzerne, die intensiv beobachtet und kritisiert werden.  Er sah gute Chancen, dass die Millenniumsziele unter bestimmten Umständen erreicht werden können.

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Das Gehörte wurde in persönlicher Besinnung  und in Kleingruppen vertieft und konkretisiert auf die GCL hin.

Der Gottesdienst war voller Leben, Gesang und Tanz – gestaltet von den afrikanischen Gemeinschaften. Er brachte uns alle in Bewegung – innerlich und äußerlich.

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Am Abend ab 21:30 hatten Mitglieder der syrischen und der ägyptischen GCL ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Bürgerkrieg in Syrien und den Revolutionen und der gegenwärtigen Situation in ihren Heimatländern berichtet.

Besuchertag – Berührung mit der Realität im Nahen Osten (5. Tag)

Heute wurden wir mit Bussen zu einer von Jesuiten geführten Schule in Beirut gebracht. Die Fahr allein dauerte etwa 45 Minuten – über die Stadtautobahn ging es auf einen der Berge, auf dem die Schule liegt. 3500 Schüler werden dort unterrichtet. Es war ein Tag, DSC_3227an dem die Teilnehmer gebeteten waren nach Möglichkeit nationale Trachten zu tragen. Es ist schon erstaunlich, was da an Vielfalt zusammenkommt.DSC_3219

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Am Freitagabend trafen sich die Jesuiten bereits mit Pater General Nicolàs. Er kam heute zum Weltdelegiertentreffen dazu.

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Der Tag selbst war ein entspannter Tag – aber er brachte uns auch näher an Menschen und die Situation in der Region. Gestaltet und eingeladen von GCL Mitgliedern aus dem Libanon, aus  Ägypten und aus Syrien wurde uns in persönlichen Gesprächen die politische Situation und insbesondere die Situation der Christen hier im Heiligen Land bewusst.

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Am Nachmittag feierten wir mit Pater General Nicolàs Gottesdienst. Liebevoll gestaltet von den GCL Mitgliedern des Nahen Ostens.

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Am Abend kamen wir zurück zu unserem Domizil Notre Dame. Nach einer abendlichen Besinnung, die uns wieder zurück zu unserem eigentlichen Hiersein brachte,  wurde eine Fete auf der Terrasse des Hauses gefeiert. GCL so ausgelassen , so vielfältig, fröhlich und lebendig zu erleben ist schon ein großes Geschenk.

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Vertiefung unseres Selbstverständnisses (4. Tag)

Der Einstieg in den Tag erfolgte mit einem eindrucksvollen Video zu „Werken“ der GCL . Siehe: http://www.cvx-clc.net/l-en/video.php

Heute wurde die Frage des Selbstverständnisses der GCL fortgesetzt. Zunächst an Hand von drei konkreten Projekten:

Kongo:

Die GCL in Kongo hat sich ihrem Bischof angeboten und wurde dann gebeten sich um Paare auf dem Weg zur und in der Ehe zu begleiten. Elemente der ignatianischen Lebensweisebildeten die Grundlage für die Entwicklung verschiedener Module dieser sehr wertvollen Arbeit in Afrika.

Uruguay:

Ein über Jahre sich hinstreckender Unterscheidungsprozess führte dazu, dass die GCL in Uruguay innerhalb kürzester Zeit die getroffene Entscheidung in die Tat umsetzen konnte: ein Schulprojekt, bei dem Kinder betreut und insbesondere musisch gefördert werden. Auch durch eine Krise hindurch konnte das Werk aufrecht erhalten werden . Begleitet vom kirchlichen Assistenten konnten  Entscheidungen in guter Weise getroffen werden. Das Projekt hat – so die Botschaft des Vortrages – die Nationalgemeinschaft mehr ein „Lay Apostolic Body“ werden lassen.

Portugal:

Die Gemeinschaft aus Portugal stellte uns ihr Ergebnis im Bereich Formung und Bindung. (Die englischen Begriffe dazu Formation und Commitment klingen irgendwie eingängiger.) Es wurde ein Leitfaden für den Weg zur Bindung erstellt. Dieser wird auch interessierten Gemeinschaften zur Verfügung gestellt. Auf einen Vergleich mit den deutschen Richtlinien bin ich gespannt. Für junge Menschen – in der Regel Studenten – wurde ein eigener Weg zur Mitgliedschaft gewählt.
Der Input von Nairobi (Unterscheiden – Senden – Unterstützen – Auswerten) wurde als Methode von der Gemeinschaft adaptiert und wird als zyklischer Prozess verstanden.

Anschließend konnten wir unsere Empfindungen zu diesen Projekten in unserer Delegation gemeinsam mit der japanischen teilen. Dabei haben wir auch verschiedenes von deren Situation als absolute Minderheit (0,3 % Katholiken) erfahren können und von deren jeweiligen Engagements in einem Exerzitienhaus und in der Koordination von Hilfe für Betroffene der Tsunami Opfer erfahren können.

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Der Sekretär (Referent) der Weltgemeinschaft – Franklin Ibanez – stellte in seinem Vortag vor in welchen Ebenen GCL agiert, welche Wahrnehmung für Außenstehende dabei entsteht und wie Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Jesu sich gestalten kann.

Die gewählten Ebenen sind:

a)      Alltägliches Leben
b)      Apostolische Werke
c)       Institutionelle Zusammenarbeit
d)      Internationale Arbeit (NGO etc.)

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Auf Wunsch einiger Delegierter wurde eingeführt, dass es zwei kleine Räume gibt in denen in Schweigen gegessen werden kann. Nach einem gefüllten Tag, bei dem auch die vorgesehen Zeiten der Stille zu kurz kommen, kann das eine richtige Wohltat sein.

Am Nachmittag wurden dann „Kleingruppen“ zu  Herausforderungen in je drei Sprachgruppen gebildet, drei der obigen ergänzt um das Thema der Zusammenarbeit von GCL und SJ.

DSC_3173Anthony da Silva, SJ, Leiter des von Pater General Nicolàs eingerichteten „Sekretariates für die Zusammenarbeit mit Anderen“ gab seine Sicht zum Miteinander von GCL und Jesuiten unter der Überschrift „Keine Zukunft ohne Zusammenarbeit“. Ein sehr lebendiger und ermunternder Impuls.

Die Eucharistiefeier am Abend wurde von der Lateinamerikanischen Sprachgruppe in sehr lebendiger und erfrischender Weise gestaltet.

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Zum Abendessen trafen wir uns dann noch mit der Delegation von Süd-Afrika und Botswana.