„Venez tous au puits de la rencontre“ (Kommt alle zum Brunnen der Begegnung)


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2800 GCLer mit bunten Strohhüten, darunter Austausch - Kleingruppe
200 Kinder und Jugendliche
600 junge Erwachsene
130 Gäste aus der ganzen Welt
Mauricio Lopez, der Weltpräsident
Luke Rodriguez, SJ der kirchliche Assistent der Welt-GCL

 Gebetszeiten
Vorträge
ca 300 Kleingruppen mit je 10 Personen
ca 250 unterschiedliche Orte der Begegnung
ein Gottesdienst mit dem Bischof von Cergy Pontoise Congrès
ein Programm für Kinder, ein Camp des MEJ (Mouvement Eucharistique des Jeunes) für Jugendliche
ein bunter Abend mit einer modernen Fassung der Begegnung Jesu mit der Samaritanerin am Brunnen
Diskussionsrunden und Grußworte

900 Autos mit Mitfahrgelegenheiten
eine CD mit eigens komponierten Liedern…
Kreuz - Congrèsein eigens für das Treffen von einer Künstlerin aus der französischen GCL gemachtes Kreuz
eine Band und ein Chor mit ca 60 Sängern
eine Theatergruppe aus jungen Erwachsenen
600 Din 3A Blätter, auf denen sich die einzelnen Gruppen vorstellten
mehrere Hundert private Gastgeber aller Religionen und Kulturen

Sechs GCLer aus Deutschland haben an dem Kongress teilgenommen.
Einen ausführlichen Bericht findet man hier: Französischer Nationalkongress 2015

Gemeinsam den Jahreswechsel feiern

2015_12_29Silvesterangebot FamilienWürzburg

Eltern, Väter, Mütter und Kinder sind eingeladen, den Jahreswechsel miteinander zu feiern. Die Familien haben die Möglichkeit gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzuschauen. Für die Erwachsenen gibt es das Angebot, sich auch mal auszuklinken und eine stille Zeit zu verbringen. Eine Kinderbetreuung wird währenddessen mit den Kindern ein eigenes Programm gestalten.
Das gemeinsame Feiern des Jahreswechsels wird ein Höhepunkt sein.

Das Angebot findet statt vom 29. Dezember 2015 – 2. Januar 2016 im Schönstattzentrum Marienhöhe in Würzburg. Anmeldungen bitte bis 16. November 2015 an das Sekretariat in Augsburg,

Erfahrungsbericht von der Mitarbeit im Flüchtlingsprojekt in Ragusa

Karin Reinmüller aus der Schweiz hat im Sommer 2015 beim Flüchtlingsprojekt in Ragusa mitgearbeitet. Sie stellt uns gerne den Erfahrungsbericht zur Verfügung, den sie für Infobrief der Schweizer GCL geschrieben hat.

Afrika in Sizilien

Am Ende haben wir gemeinsam Gottesdienst gefeiert – Muslime zusammen mit Christen, die zum Teil vor muslimischer Verfolgung geflohen waren, Flüchtlinge, Angestellte und Freiwillige im Hof des Flüchtlingszentrums. Haben zusammen gebetet, gesungen und gefeiert – so etwas werde ich vielleicht nie wieder erleben.

Knapp drei Wochen vorher waren wir angekommen, in Ragusa im Süden Siziliens – zehn junge Leute aus Spanien, Portugal, Italien und ich als „guide“, die für den spirituellen Teil zuständig war. Die GCL hat dort seit Anfang Juli ein Flüchtlingsprojekt mit Freiwilligen. Wir konnten im Haus der Jesuiten dort wohnen und bei einer lokalen Organisation mitarbeiten. In den ersten Tagen wurden wir vertraut gemacht mit den Flüchtlingszentren, zwei für Männer, ein kleineres für Frauen und Kinder, und mit der Situation der Menschen dort. Fast alle aus Afrika – Nigeria, Gambia, Senegal… die meisten im Asylverfahren, einige haben schon eine Aufenthaltserlaubnis. Ab dem Nachmittag des zweiten Tags dann als feste kleine Gruppe in einem der Zentren.

Wir sind sehr frei darin, was wir mit den Flüchtlingen machen möchten. Ich bin nach einigen Tagen vorwiegend Lehrerin, nachdem ich gemerkt habe, dass viele Schwierigkeiten mit Lesen, Schreiben, Rechnen haben. Die Flüchtlinge nennen mich „Mama“, ein Ehrentitel, weil ich älter bin als sie. Die drei SpanierInnen in meiner Gruppe machen Kreatives, bauen mit den wenigen Mitteln zusammen mit den Flüchtlingen Nützliches. Wir machen gemeinsam Musik und nach und nach lernen wir uns kennen. Manche erzählen uns ihre Geschichte: Von einem, der in seinem Dorf zum Wasserholen ging, als er zurück kam fand er seine ganze Familie ermordet. Von einem mit einer Knieverletzung, weil er entführt worden und aus dem fahrenden Auto gesprungen ist – er fand das nicht weiter bedeutsam. Von Libyen, immer wieder, wo schwarze Menschen verprügelt werden, im Gefängnis in der Hitze ohne Wasser festgehalten, manchmal umgebracht werden. Und vom Boot, auf dem alle beten, Christen und Muslime, einer erzählt uns dass sie noch auf dem Wasser beschossen wurden.

Wir lernen, die Realität zu sehen: Der Junge, der gern etwas grossspurig auftritt und erklärt, er sei Offizier, sagt vermutlich die Wahrheit, vielleicht hat er Menschen getötet. Ein 16-Jähriger sollte eigentlich in einem Programm für unbegleitete Minderjährige sein, aber er hat sich bei der Ankunft im Hafen für 18 ausgegeben und jetzt macht die Bürokratie eine Änderung schwierig. Einige sind offensichtlich traumatisiert, alle leiden unter den engen Lebensumständen ohne Privatsphäre, unter der Ungewissheit des Wartens auf ihren Asylentscheid, unter dem Nichts tun können. Da führen Kleinigkeiten zu lautstarken, manchmal aggressiven Diskussionen.

Abends kommen wir alle zurück aus den Zentren. Die SpanierInnen kochen singend, die Portugiesinnen machen ein Gericht mit getrocknetem Fisch, ich versuche mich an Rösti. Wir lachen viel beim Essen. Und dann Austauschrunde, wo wir miteinander das Schöne und das Schwierige vom Tag teilen. Eine Italienerin sagt „I don’t want to spare myself“ – Ich will mich nicht schonen, nicht zurückhalten in diesen Wochen. Ein Katalane bringt uns ein Gebet seines Landsmanns Luis Espinal (eines Jesuiten, der in Bolivien ermordet wurde): „Wir haben nur Sinn wenn wir brennen – befreie uns von der feigen Vorsicht, die uns Opfer vermeiden und Sicherheit suchen lässt“. Die Gruppe wächst eng zusammen, auch durch Konflikte und dadurch, dass wir wohl alle an unsere Grenzen kommen – und dann einen Schritt weiter gehen.

Am Ende fällt der Abschied schwer. Flüchtlinge sind unsere Freunde geworden, wir verspechen einander, füreinander zu beten. Am Wochenende ist Übergangszeit der Gruppen – die ersten von unserer Runde fahren, die ersten der neuen Gruppe kommen an. Wir fahren zusammen nochmal an den Strand – körperlich müde, spirituell wach, und glücklich.

Das Projekt „At the frontiers with asylum seekers“ in Ragusa läuft bis mindestens Anfang Januar 2016. Es können sich noch Freiwillige für eine der dreiwöchigen Runden melden, Infos gibt es unter http://www.clc-europe.org/d_projects/ragusa.html#turns . Die Freiwilligen sind in der Mehrzahl junge Erwachsene, aber auch Ältere sind immer wieder dabei. Es ist auch möglich, sich als „guide“ zu melden und die Leitung von Morgenimpuls und Abendaustausch zu übernehmen. Und Spenden sind natürlich ebenfalls gern gesehen – der Beitrag, den die Freiwilligen leisten, ist nicht ganz kostendeckend. Angaben zur Bankverbindung finden sich auf der oben genannten Webseite.

Ragusa

grenznah ignatianisch leben

RagusaDie GCL Italien hat ein einzigartiges Projekt organisiert.  Seit Juli 2015 leben immer mindestens drei Wochen jeweils sechs Freiwillige im Haus der Jesuiten in Ragusa. Man/Frau lebt und betet mit den Jesuiten und arbeitet tagsüber im Flüchtlingslager dieser sizilianischen Stadt am Mittelmeer.

Organisiert und geleitet wird das Projekt von GCLern aus Italien und Spanien, Freiwillige kommen aus vielen Ländern der Welt. In den ersten Monaten wollten viermal mehr Freiwillige das Projekt besuchen als Plätze vorhanden waren, jede/r zahlt pro Tag Eur 10 für Essen und Unterkunft. Eingeladen sind alle Menschen mit ignatianischer Lebensweise und sie werden ermutigt einmal vertrautes Terrain zu verlassen und an die Europagrenze zu gehen. Eine Grenze, die für viele Menschen auf der anderen Seite zum Tod führt und die von uns mit so vielen Mitteln verteidigt wird. Mich erinnert dieses Projekt an das Leben von Mose. Der war auch Flüchtling, wurde in der Fremde aufgenommen und arbeitete als Viehhirte. Eines Tages geht er über die Steppe hinaus, übertritt also eine Grenze, die ein professioneller Hirte nicht überschreiten sollte, aber genau da begegnet er Gott – im brennenden Dornbusch. Dies wünsche ich mir, meine Professionalität ablegen können und Grenzen zu überschreiten, in der Hoffnung dann IHM begegnen zu dürfen.

Ingrid und ich werden im November auch dort sein. Seit zwei Jahren engagieren wir uns für Flüchtlinge in unserer Stadt Ettlingen. Als wir von diesem Projekt hörten, waren wir sofort begeistert. Die ignatianische Lebensweise zu vertiefen und sich den Flüchtlingsschicksalen zu stellen, fernab der Heimat, wie es uns schon viele vorgelebt haben, darauf freuen wir uns. Da mein Urlaub dafür nicht mehr ausgereicht hätte, habe ich einen Sabbat-Monat genommen.

Das Projekt ist bisher geplant bis Januar 2016, aber ich hoffe doch, dass dieses Mutmach-Projekt verlängert wird. Abhängen wird dies sicher auch davon, wie gut die Finanzierung gesichert ist. Immerhin wurden für die ersten sechs Monate ca. Eur 25.000 veranschlagt.

Wer Geschmack gefunden hat und gerne selber an diesem Projekt teilnehmen möchte, kann weitere Infos finden unter:   flyer_deutsch_Ragusa

Wir bitten um Euer Gebet für unseren Einsatz und

alle Menschen in Ragusa und in der Flüchtlingsarbeit weltweit

Ettlingen, Ingrid und Patrick Jutz

Flüchtlinge ganz nah: Was kann ich tun?

Das Thema „Flüchtlinge“ begegnet uns derzeit täglich und immer mehr Menschen stellen sich die Frage „Was kann ich tun?“. Im November 2014 trafen sich in Luxemburg GCLerInnen aus verschiedenen Ländern, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, drei Deutsche waren auch dabei. In Frankreich, Italien, Spanien und Belgien ist in den nationalen GCL-Gemeinschaften das Thema schon seit langem präsent. Wieder in Deutschland wollten wir wissen, welche deutschen GCLer engagieren sich wo in der Flüchtlingsarbeit und wollen sich in einer Vernetzung „Flüchtlingsarbeit“ gegenseitig bestärken und stützen? Es gibt den Wunsch sich in ignatianischer Weise den Entscheidungen zu stellen. Dem wahrnehmen der eigenen Grenzen und dem Suchen nach der Entscheidung. Dem Suchen nach „meinem Weg, meiner Berufung konkret“, soll dieses Wochenende dienen:

2. – 4. Oktober 2015 in Hofheim

der Anmeldeschluss wurde verlänger auf 25.09.2015

Details s. Flyer im Anhang:  Flyer_FluechtlingVernetzung02_041015

Bei Fragen einfach kurze email oder anrufen:

Herrmann Röttger(KSD): Tel. 09404 / 3992           email: roettger.hermann@r-kom.net

Ingrid Jutz:   Tel. 07243 / 938373                              email: ingrid@jutz-4-you.de

 

„Schweigen auf Französisch“ – Exerzitien in Frankreich

Biviers 4

Saint Hugues de Biviers – eines der beiden Exerzitienhäuser der französischen GCL liegt in der Nähe von Grenoble in den Alpen in einer traumhaft schönen Landschaft. Dort finden das ganze Jahr über Exerzitienkurse und thematische Angebote statt.

Auch GCLer aus anderen Ländern können an den dortigen Angeboten teilnehmen. Einen Bericht über zehntägige Exerzitien findet man hier: Schweigen auf Französisch20150821_081659Biviers 1Biviers 2

Website von Saint Hugues

Tomsk, am Tag danach

Eine bewegende Woche ist vorbei und nun sitze ich schon wieder im Zug nach Friedberg.

Kopf und Herz sind voller Dankbarkeit, Gedanken und Eindrücke. P. Lipke SJ hat von sich aus die Idee formuliert, evtl.  zwei der Frauen nach Deutschland zum Grundkurs zu schicken.  Das war das i-Tüpferl 20150831_104003auf dieser wunderbaren Woche.

Zum letzten Mal viele Grüße von

Franziska

(leider wieder ohne Regina, denn sie fliegt erst morgen heim nach Dresden)