GCL „Migrations“-Wochenende: 9.-11. März 2018

Am 9. März reisten die Teilnehmer in Ettlingen an und abends waren zwei Weisse Schwestern eingeladen. Seit Oktober 2017 wohnen diese in Karlsruhe und haben den Auftrag gemeinsam mit zwei Weissen Vätern eine Seelsorge für Flüchtlinge aufzubauen. Wir sahen Parallelen in unseren Suchwegen und luden Sie deshalb für den Freitagabend zum Abendessen und zum Austausch ein.

WE_Migr_TischAm Ende blickten wir alle sehr dankbar auf diesen Austausch über die Gemeinschaften hinweg. Nach einer kurzen Vorstellrunde und einem Tischgebet, stärkten wir uns bei Suppe und Brot. Danach spürten wir der Frage nach, was uns bei der Frage „Herr, wohin sollen wir gehen?“ anrührt und tauschten uns dazu aus. Ein anderes Thema war, dass es wichtig ist immer aus den Werten die Normen entstehen. Oft werden Normen hochgehalten und die zugrundeliegenden Werte geraten in Vergessenheit.

Beeindruckend fand ich als die Schwestern sagten, dass sie aus Solidarität in Afrika auf die Messe verzichteten. Weil  es dort nicht genügend Priester für alle Landstriche gab und viele Gläubige auf die regelmäßige Messe verzichten müssen. Von den vier Teilnehmern kamen zwei aus Österreich und so kam uns auch der Gedanke, ob wir eine gemeinsame D-A-CH-Sendung statt einer Sendung für die GCL Deutschland suchen sollten. Wir tauschten uns viel über unsere Verhältnisse zu den Fremden und Flüchtlingen aus. Da schon einige Afrika-Erfahrung hatten, konnte auch immer wieder der Blick auf die Menschen und Kulturen dort gegeben werden.

Es stellte sich die Frage „Mit welcher Motivation wende ich mich Flüchtlingen zu?“. Wenn es die Liebe Christi ist, wird mein Engagement Bestand haben. Wir ermunterten uns gegenseitig ins Gehen zu kommen und mutig den ersten Schritt zu tun, dazu ist es wichtig die eigene Geschichte zu kennen und aufzuarbeiten.

Wir waren uns einig, dass es wichtiger ist die Dinge zu unterstützen, die es schon gibt statt krampfhaft Neues zu entwickeln. Interessant war auch die Feststellung, dass wenn wir sagen „ich gehe an die Ränder“, dass wir uns damit über die Anderen erheben – als normativ – und meinem Mitmenschen nicht auf Augenhöhe begegne. Es ist wichtiger die gemeinsame Mitte zu suchen statt „an die Ränder zu gehen“.  Es ist eine wichtige Aufgabe die gemeinsamen Schnittmengen zu suchen. Nach  einem gemeinsamen Tagesrückblick verabschiedeten wir die beiden Schwestern.

Am Samstag nach dem Morgenlob und dem Frühstück erstellten wir in einer persönlichen Gebetszeit eine LifeTimeLine zur Frage „Wie kam ich zur Flüchtlingsarbeit?“ „Welche Erfahrungen habe ich dort gemacht: stärkende oder solche, die mir Energie rauben?“ Daraus leiteten wir Hoffnungen und Sehnsüchte ab und schrieben sie auf  Kärtchen. In einer anschließenden Anhörrunde erzählten wir uns das Geschenkte und klebten die Kärtchen zusammen an eine Wand.

Nach dem Mittagessen suchten dann jede/r nach Bibelstellen, die die eigene Sehnsucht am besten beschreibt. Es waren sehr unterschiedliche Bibelstellen, die wir uns dann vorstellten. Im Austauch stellten wir dann fest, dass es wichtig ist weiter Netzwerke zu entwickeln. Dabei sollte auch stets die Frage sein: „Wem dient das Netzwerk und für was ist es da?“. Danach hatten wir nochmal eine stille Zeit mit einigen Texten vom Libanon-Treffen 2013.  Am Abend machten wir einen ausführlichen Spaziergang und besuchten einen „syrischen Abend“ bei dem es köstliche Speisen zum Abendessen gab, die von syrischen Familien zubereitet waren.

WE_Migr_alle

Am Sonntagmorgen feierten wir eine Hausmesse in unserem Wohnzimmer, das erste Mal ein Gottesdienst in unserem Haus. Dieser Gottesdienst zu siebt bei uns war sehr verbindend.  Danach gab es Frühstück und wir sammelten Vorschläge, die wir dem Nationalvorstand der deutschen GCL schicken wollten.

(Foto von rechts: Karl Jurek, Harald Klein, Rudolf Gumberger, Maria-Anna Gutte, Ulrich Treipl, Ingrid&Patrick Jutz)

Immerhin gab es am Ende des Wochenendes fünf Vorschläge, die wir dem Nationalvorstand schicken werden. Kreativ und mit spielender Leichtigkeit reihte sich eine Idee an die andere. Bei der abschließenden Blitzlichtrunde wurde sehr viel Dankbarkeit für das Zusammensein an diesem Wochenende sichtbar. Zufrieden und erfüllt traten alle den Heimweg an und wir sind gespannt wie es mit dem Thema „Migration“ in der deutschen GCL weitergeht.

Wer sich für das Thema interessiert, kann sich melden bei:

Patrick Jutz, patrick.jutz@gcl-freiburg.de

(die Fotos stammen von Urlich Treipl)

 

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Über die Sorge für das gemeinsame Haus: Das GCL Meeresschutz Plastik Projekt

Im Juni haben Vertreter der CLC-NGO-Working-Group an der „Ocean Conference“ UNO teilgenommen (https://oceanconference.un.org/). Dort ging es vor allem um das vierzehnte Ziel der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“: Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen.

Die GCL-Vertreter haben nun ein CLC Ocean Care Plastics Project (GCL Meeresschutz Plastik Projekt) ins Leben gerufen, das bei der UNO unter der Bezeichnung: #OceanAction21726 registriert ist. Damit unterstützt die GCL die Anliegen, die Papst Franziskus in der Enzyklika „Laudato si“ darlegt, wenn er dort fragt: „Wer hat die wunderbare Meereswelt in leb- und farblose Unterwasser-Friedhöfe verwandelt?“ (LS 41)

Die Elemente dieses Projekts sind:

-> Aufmerksamkeit erregen: Wachsamkeit und Austausch zum eigenen Umgang mit Plastik, Einwegverpackungen und Plastikmüll

-> Plastikmüll vermeiden: Veränderung es eigenen Lebensstils, Reduktion von Plastik und Einsatz für die Reduktion von Plastikmüll auf lokaler Ebene

-> Geschichten und Informationen teilen: Vernetzung und Kommunikation innerhalb der GCl, z.B. über Progressio ,die Facebookgruppe CVX-CLC Ecology www.facebook.com/groups/cvxclcecology/ oder auch hier im Blog.

Ocean Action

Interessiert?

Die J-GCL beschäftigt sich in ihrer Initiative Kri-Ko-Ko (Kritischer Konsum Konkret) mit dem Plastikfasten. Eine Fülle von Tipps für die Fastenzeit 2018 kann man hier downloaden: http://j-gcl.org/krikoko/

Näheres über die der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ findet man hier: https://oceanconference.un.org/commitments/?id=21726

Ein amüsantes Beispiel für die Haltbarkeit von Plastik in den Weltmeeren sind die 29000 Quietscheentchen, die 1992 von einem Schiff verloren wurden und seitdem über die Weltmeere treiben. Näheres findet man hier. http://www.sueddeutsche.de/wissen/meeresforschung-quietscheentchen-auf-hoher-see-1.912309 und hier: https://www.youtube.com/watch?v=izg_alMvz6w&t=37s bzw. https://www.youtube.com/watch?v=fjxLIMF2Fq0