24. Juli 2018 – 3. Tag des Welttreffens

von Agnes Oeschger, GCL – CVX / Schweiz

Zur Einführung in den heutigen Tag hörten wir einen sehr „starken“ Vortrag des Schriftstellers und Papstbiographen Austen Ivereigh „Der Kairos von Papst Franziskus Papstamtes“. Er zeigte auf, wie Papst Franziskus das Evangelisieren in heutiger Zeit versteht. Der Vortrag wird bald auf der Website in den drei Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch zu finden sein!
Franziskus hat hier im Centro Loyola als Rektor gewirkt.
Er schickte die Philosophie- und Theologiestudenten, Novizen und Seminaristen des Jesuitenordens, am Wochenende in die nahegelegenen Wohnviertel, wo sie den Kindern und Jugendlichen Religionsunterricht erteilten und Jugendarbeit machten.
So hatten sie Gelegenheit eine lebensnahe Pastoral zu lernen unter der Devise: Ein Christ ist jemand, der die Menschen willkommen heisst. Kirche muss ganz konkret werden. 1980 gründete er die Pfarrei und baute die Kirche auf dem Gelände eines Hühnerstalls!

Diese Pfarrei, wo Papst Franziskus als erster Pfarrer wirkte, besuchten wir heute gemeinsam mit dem Auftrag, hinzuschauen, hinzuhören, miteinander zu sprechen und einander am Geschenk unseres Glaubens teilnehmen zu lassen. Die Leute in diesen Wohnvierteln am Rande von Buenos Aires sind Arbeiter, Zuwanderer aus verschiedenen Ländern Südamerikas und Mexikos, heute schon in zweiter und dritter Generation. Pater Raffa ( Jesuit) Pfarrer dieser Pfarrei mit 6 Filialkirchen, stellte uns die Struktur seiner Gemeinde und seine engsten Mitarbeitenden, grösstenteils Frauen!, im Kirchenraum vor. Einige von ihnen erzählten begeistert von ihrer Berufung zu ihrem Dienst.
Mit Gesang der Kinder und Jugendlichen, Umarmungen und strahlenden Gesichtern wurden wir in der zweiten Kirche empfangen. An gedeckten Tischen im Hof assen wir unser Picknick. Dann besuchten wir in Kleingruppen verschiedene Aktivitäten: Schule, Kinder- und Jugendarbeit, Bibelgruppe und Familien in ihren Häusern.
Die Kinder- und Jugendarbeit sorgt sich nicht nur um Katechese, sondern bietet den Kindern Mahlzeiten und verschiedenste pädagogisch wertvolle Aktivitäten, um sie von der „gefährlichen“ Strasse weg zu halten.
Das grosse Engagement der Laien in der Pfarreiarbeit, die viel Verantwortung übernehmen und der lebendige, frohe Glauben der Menschen und ihre herzliche Gastfreundschaft in diesen doch armen Vierteln haben uns tief berührt und reich beschenkt. Wir sind ganz konkret eingetaucht in eine lebendige, hoffnungsvolle Gemeinschaft von Menschen, die dann entstehen kann, wenn einander zugehört und die eigenen Gaben miteinander geteilt werden.
Dies feierten wir am Schluss des Nachmittags draussen neben dem Fussballplatz die Eucharistie mit Pater Raffa auf Spanisch begleitet von den Liedern der Jugendlichen.

Dieser Tag hat uns sehr beeindruckt und gezeigt, woher Papst Franziskus kommt und welche Kirche er anstrebt.

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Ein Gedanke zu „24. Juli 2018 – 3. Tag des Welttreffens

  1. „Einander zuhören und die eigenen Gaben miteinander teilen“
    Das führt zu Versöhnung und Frieden!
    Wünsche ich unseren Begegnungen so oft es geht. Danke für Euren Dienst!

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