Gruppenstarter-Schulung: 23.–24.02.2018

Beginn:           Freitag, 23.02.18 um 18.00 Uhr mit dem Abendessen

Ende:              Samstag, 24.02.18 gegen 17.00 Uhr

Referenten:     Roberto Piani und Wolfgang Giese

Ort:                  Bildungshaus Bruder in Mosbach-Neckarelz

Kosten:           Übernachtung und Verpflegung im EZ 85 €, im DZ 72 €

                         zzgl. Kursgebühr 30 €

                        Die GCL Freiburg gibt allen Teilnehmern mit Wohnsitz in der

                        Erzdiözese Freiburg einen Nachlass von 50 €

 

Es sind auch Interessierte aus anderen Diözesen herzlich eingeladen und ggf. kann es auch bei den dortigen GCL Gemeinschaften einen Nachlass geben, bitte fragen Sie dort an. Das Wochenende findet nur statt, wenn sich zehn Teilnehmer anmelden.

Anmeldung:    bis   1. Dezember 2017 an dioezesanstelle@gcl-freiburg.de

Details zu den Inhalten und der Anreise im Anhang.

Gruppenstart-Schulung-Anschreiben

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„Ich fange an – Ängste und Vorsorge für das Lebensende“

Am 8. Oktober trafen sich Menschen der GCL-Gemeinschaft der Region Karlsruhe-Ettlingen-Rastatt, um sich mit einem sperrigen Thema zu beschäftigen:

p1040588Seit Jahren nehme ich mir vor eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht auszufüllen. Aber irgendwie liegen die Formulare immer noch unausgefüllt auf meinem Schreibtisch. Es gibt darin so viele Fragen und ich weiß nicht, ob ich darauf schon meine Antworten habe und wie finde ich diese?

Bei Kaffee und Tee kam man locker an und konntep1040585 sich noch kurz erzählen, was sie gerade bewegt. Diese Gespräche waren dann so ausführlich, dass wir etwas verspätet angefangen haben. Wir waren froh zwei Fachleute in unseren Reihen zu haben, eine Ärztin und ein Arzt. So begann unser Samstagnachmittag mit einem Infoblock, bei dem die Fachbegriffe erläutert und manche Beispiele dazu erzählt wurden.

Danach gab es wichtige Impulsfragen:

Was ist mir wichtig?               Im Leben.  –  Im Sterben.

Sterben gehört eindeutig zum Leben und kann nicht vom Leben getrennt betrachtet werden. Also ist vermutlich das, was mir im Leben wichtig ist, auch im Sterben wichtig.

Was entspricht eher meiner Grundpersönlichkeit?

Der Spatz in der Hand? Oder die Taube auf dem Dach?

Will ich meinem Leben mehr Tage geben oder will ich meinen Tagen mehr Leben geben?

Was macht mir Angst?           Warum? Durch ein Erlebnis? Oder ist es eine Vorstellung?
Was davon kann ich eventuell durch Nachfragen, Klärung, Besprechen reduzieren,
z. B. weil es auf Nicht-Wissen beruht?

Welchen Tod wünschen wir uns?  Unerwartet, schnell.Bedeutet das eventuell weniger Leiden?

Oder wäre mir die Chance auf Abschied wichtig. Bedeutet sie mir etwas?
Hat es eine Relevanz für mich, was das für meine Angehörigen bedeuten könnte?

Es gibt Werte zwischen verschiedenen Polen:
möglichst lang leben oder Selbstbestimmung am Lebensende bis zum dem Punkt, es auch selbst beenden zu dürfen.

Helfen mir andere Beispiele?

Menschen, die unter der Vorstellung einer Querschnittslähmung nicht beatmet, nicht operiert werden wollten. Und die sich dann doch anders entschieden haben.

Welche Gefühle habe ich, wenn ich von Menschen höre, die sich bewusst gegen Chemotherapie entscheiden, obwohl es ernstzunehmende Therapieangebote gibt.

Was bedeutet das Bild „…nach dem letzten Strohhalm greifen…“ für mich?

Welchen Sinn versuche ich in Leiden zu sehen? Kann es einen geben?
Ist es dann ein Fehler, Leiden zu lindern?

Die Impulsfragen halfen in einer persönlichen Gebetszeit die persönichen Ängste und p1040586Werte zu erspüren. In einer Anhörrunde teilten wir die Früchte dieser stillen Zeit und erfuhren so nochmal neue Impulse, da doch jede/r seine eigene Sicht auf die gleichen Themen hat. Mit dem Lied „Jesus lebt, mit ihm auch ich!“ beendeten wir den thematischen Teil und der Mittag klang bei einem gemeinsamen Vesper aus, hatten doch alle etwas mitgebracht, was zu einem abwechslungsreichen Büffet wurde.

Ich wurde vielfältig beschenkt. Zum einen fand ich zu diesem komplexen Thema einen neuen Zugang, ich muss mir meiner Werte klar werden und diese schriftlich festhalten. Dann haben es meine Lieben später leichter in meinem Sinn für mich zu entscheiden. Zum anderen erlebte ich wieder mal die Kraft des Teilens in einer Gruppe von Gleichgesinnten bzw. Gleichgläubigen. Es macht Mut zu sehen, dass man / frau mit manchen Fragen nicht alleine ist und Andere mir vielleicht schon voraus eine gute Antwort gefunden haben.

Danke an alle für die Offenheit und das Teilen.

Für alle die Ähnliches vorhaben, hier unser Einladungsflyer:

flyer_patient_verfueg

 

 

 

Offene Gruppe, geht das?

Ja, es geht. Seit mehr als zwei Jahren gibt es in Ettlingen eine offene Gruppe(oGr). Monatlich teilen die Mitglieder dieser oGr ihren Glauben und was sie im Alltag erleben. Diese Gruppe hat regen Zuspruch. In wechselnder Besetzung waren bis zu sieben Menschen gleichzeitig am Gruppenleben beteiligt.

Angefangen hat alles damit, dass immer wieder Menschen von Kurzexerzitien oder anderen ignatianischen Angeboten kamen und eine Gruppe suchten. Leider konnte die diözesane GCL-Gemeinschaft oft nichts anbieten. Die bestehenden GCL-Gruppen können verständlicherweise meistens gerade niemanden neu aufnehmen. Dazu eignet sich sowohl der Gruppenprozess nicht, und es ist mit jedem Neuzugang auch immer auch ein Neuanfang verbunden. Dies kann und will eine, manchmal jahrelang bestehende, Gruppe und ihre Mitglieder oft nicht. Es gab zwar manche Termine in der KHG, die von GCL-Mitgliedern vorbereitet wurden, aber die Abende mit GCL-Elementen für „Einzelne“ und „Neue“ wurden nicht ausreichend angenommen. So wurde von den Vorbereitern viel Zeit aufgewendet, aber es waren letztendlich zu wenige Interessierte.

Anfang 2013 entstand dann die Idee, warum nicht einmal versuchen eine offene Gruppe anzubieten. Dieses neue Angebot wurde auch im Ettlinger Amtsblatt bekannt gemacht. Ein Vorteil ist sicher auch das private Ambiente in einer Wohnung gegenüber eines kahlen Raumes in der KHG. Es kann durchaus passieren, dass aus Mitgliedern der oGr eine neue Gruppe entsteht, mit mehr Verbindlichkeit und Gruppenauswertungen. Dies passierte  so in Ettlingen, als Anfang 2015 mehrere Mitglieder der oGr mit anderen Interessierten eine neue Gruppe starteten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich dieses neue Gruppenmodell für einige Suchende schon sehr bewährt und gelohnt hat. Es sieht derzeit nicht danach aus, dass wir mit der oGr aufhören, da es den Teilnehmern und Begleitern viel Spaß macht und bereichert.

Könnten wir als diözesane GCL-Gemeinschaft Ähnliches nicht auch in Freiburg, im Odenwald und am Bodensee oder anderswo a anbieten? Oder vielleicht auch ausserhalb der Diözese Freiburg?

Dann könnten wir diözesanweit interessierten Menschen sagen, wo
sie ignatianische Lebenweise im Alltag erfahren können.

Nächste oGr in Ettlingen:    30. September um 19.30 Uhr

Interessierte sind herzlich eingeladen!

Infos unter: 07243 / 938373
oder etoges@jutz-4-you.de
Sollte Ettlingen zu weit sein, aber Interesse an einem solchen Angebot
bestehen, einfach bei der GCL Diözesanstelle anfragen.
Ingrid und Patrick Jutz, Ettlingen