„Geben wir ihnen zu essen?“

Die GCL Österreich lädt GCL-Mitglieder und alle Interessierten an der Arbeit und dem Leben mit Flüchtlingen ins Jugendgästehaus in Linz ein. Wesentliche Elemente sind:

  • thematische und spirituelle Impulse
  • Zeiten der persönlichen Reflexion
  • Anhör- und Gesprächsrunden
  • Verknüpfung des Alltages mit dem spirituellen Erleben

Termin:                         24. – 26. Februar 2017

Anmeldung bis 19. November 2016 an anmeldung@gcloe.at

Kosten und weitere Details im angehängten Flyer.

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Selig die Frieden stiften – Von unserem Umgang mit Konflikt und Versöhnung

Marie-Emmanuelle aus Paris, Gast in der Regionalgemeinschaft Aachen u. Köln schreibt:
Anlässlich meines Aufenthaltes in Köln im Januar, habe ich Beate Bleck eingeladen, an unserem Nationalkongress im darauffolgenden Sommer teilzunehmen. Im Gegenzug hat sie mich zum Regionalwochenende ihrer Gemeinschaft eingeladen, das vom 18. bis 20. September stattfand.
Ich war einerseits begeistert von dieser Begegnung, andererseits gestresst, weil ich 48 Stunden nonstop Deutsch sprechen und verstehen musste. Aber ich war sicher, dass meine Übung in dieser Sprache und der Geist mich unterstützen würden.
Mehrere Überraschungen: das Thema des Wochenendes „Von den Konflikten zur Versöhnung“ wurde bereits mehrere Monate im Voraus gleichzeitig mit den Anmel-dungsunterlagen übersandt. War das Ziel dieses Wochenendes, möglichst viele Mitglieder einzuladen oder nur die, die sich für das Thema interessierten? Wir waren 17 Teilnehmende aus der Regionalgemeinschaft. Schließlich wurde das Wochenende von Beate Bleck, Tim Mennel und Frank Oboth organisiert. Außerdem war das Wochenende offen für Menschen, die die GCL kennen lernen wollten.
Dieses Wochenende wurde für mich eine Mischung einer Bildungstagung und einer Einkehr gemäß den Exerzitien. Nach der Vorstellungsrunde war ich sicher, dass ein Drittel der Anwesenden sehr gut Französisch sprach! Jeder hat sich angestrengt, damit ich (alles) verstehe.
Zweimal am Tag hatten wir eine gemeinsame Gebetszeit und einen Kurzvortrag, gefolgt von einer Stunde Besinnung, dann eine Zeit des Austausches in einer kleinen oder großen Gruppe. Das war der Vorteil davon, dass wir so wenige waren.
Am Samstagmorgen hat Frank uns mit einer Giraffe und einem Wolf in die gewaltfreie Kommunikation eingeführt. Diese beiden Tiere haben unterschiedliche Blickwinkel auf eine vorgegebene Situation. Die beiden müssen sich anstrengen, um eine gemeinsame Ebene der Kommunikation zu finden. In der darauffolgenden Besinnungszeit waren wir eingeladen, die Situationen der Anspannung nochmals zu lesen. Dabei sollten wir herausarbeiten, was wir in diesen Situationen empfanden und was unsere tiefen Bedürfnisse waren.
Am Samstagnachmittag hat Tim zu uns über die Ohnmacht und die Vergebung gesprochen. Das ist die charakteristische Haltung Jesu Christi am Kreuz. Das Zeugnis, das eine Ukrainerin über die Verwandlung ihrer Stadt infolge der Spannungen mit den Russen geschrieben hat, war sehr ergreifend. In bestimmten Situationen können wir nichts machen, wir müssen es in Demut akzeptieren. Was können wir diesen Menschen sagen, die Ungerechtigkeiten erleben – wir, die wir in Freiheit in unseren Ländern leben?
Am Sonntag hat Beate zu uns über Versöhnung und Heilung gesprochen. Je näher wir der Kommunion (Gemeinschaft) sind, desto mehr erfahren wir Freude und Frieden. Was geschieht in mir in einer gegebenen Situation? Was können wir beitragen?

Reg.We. Aachen u. Köln

Foto: Marie-Emmanuelle Reiss

Die freien Zeiten zwischen 12 und 14 Uhr sowie nach dem Abendgebet waren sehr gesellig. Ich war besonders von dem Interesse der Teilnehmenden berührt, die wissen wollten, was seit unserem Nationalkongress geschehen ist. Auch war ich überrascht, dass viele sich dafür interessierten „Vie Chretienne“ zu abonnieren. Am Ende des Wochenendes war ich sehr glücklich zu sehen, dass die anwesenden französisch sprechenden Mitglieder der GCL sich mit der Region Paris treffen wollen, um spirituelle und kulturelle Wochenenden zusammen zu verbringen: Wer wird wohl aus der Region Paris interessiert sein?
Marie-Emmanuelle Reiss, mer123ci@aol.com

grenznah ignatianisch leben

RagusaDie GCL Italien hat ein einzigartiges Projekt organisiert.  Seit Juli 2015 leben immer mindestens drei Wochen jeweils sechs Freiwillige im Haus der Jesuiten in Ragusa. Man/Frau lebt und betet mit den Jesuiten und arbeitet tagsüber im Flüchtlingslager dieser sizilianischen Stadt am Mittelmeer.

Organisiert und geleitet wird das Projekt von GCLern aus Italien und Spanien, Freiwillige kommen aus vielen Ländern der Welt. In den ersten Monaten wollten viermal mehr Freiwillige das Projekt besuchen als Plätze vorhanden waren, jede/r zahlt pro Tag Eur 10 für Essen und Unterkunft. Eingeladen sind alle Menschen mit ignatianischer Lebensweise und sie werden ermutigt einmal vertrautes Terrain zu verlassen und an die Europagrenze zu gehen. Eine Grenze, die für viele Menschen auf der anderen Seite zum Tod führt und die von uns mit so vielen Mitteln verteidigt wird. Mich erinnert dieses Projekt an das Leben von Mose. Der war auch Flüchtling, wurde in der Fremde aufgenommen und arbeitete als Viehhirte. Eines Tages geht er über die Steppe hinaus, übertritt also eine Grenze, die ein professioneller Hirte nicht überschreiten sollte, aber genau da begegnet er Gott – im brennenden Dornbusch. Dies wünsche ich mir, meine Professionalität ablegen können und Grenzen zu überschreiten, in der Hoffnung dann IHM begegnen zu dürfen.

Ingrid und ich werden im November auch dort sein. Seit zwei Jahren engagieren wir uns für Flüchtlinge in unserer Stadt Ettlingen. Als wir von diesem Projekt hörten, waren wir sofort begeistert. Die ignatianische Lebensweise zu vertiefen und sich den Flüchtlingsschicksalen zu stellen, fernab der Heimat, wie es uns schon viele vorgelebt haben, darauf freuen wir uns. Da mein Urlaub dafür nicht mehr ausgereicht hätte, habe ich einen Sabbat-Monat genommen.

Das Projekt ist bisher geplant bis Januar 2016, aber ich hoffe doch, dass dieses Mutmach-Projekt verlängert wird. Abhängen wird dies sicher auch davon, wie gut die Finanzierung gesichert ist. Immerhin wurden für die ersten sechs Monate ca. Eur 25.000 veranschlagt.

Wer Geschmack gefunden hat und gerne selber an diesem Projekt teilnehmen möchte, kann weitere Infos finden unter:   flyer_deutsch_Ragusa

Wir bitten um Euer Gebet für unseren Einsatz und

alle Menschen in Ragusa und in der Flüchtlingsarbeit weltweit

Ettlingen, Ingrid und Patrick Jutz

„Schweigen auf Französisch“ – Exerzitien in Frankreich

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Saint Hugues de Biviers – eines der beiden Exerzitienhäuser der französischen GCL liegt in der Nähe von Grenoble in den Alpen in einer traumhaft schönen Landschaft. Dort finden das ganze Jahr über Exerzitienkurse und thematische Angebote statt.

Auch GCLer aus anderen Ländern können an den dortigen Angeboten teilnehmen. Einen Bericht über zehntägige Exerzitien findet man hier: Schweigen auf Französisch20150821_081659Biviers 1Biviers 2

Website von Saint Hugues

Einladung der Weltgemeinschaft zu einem „Weltgebetstag“ und zu einer „Zeit für die Schöpfung“

Der Vorstand der Weltgemeinschaft hat die letzte Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus über die „Sorge für das gemeinsame Haus“ und dessen Einlaung zu einem „Weltgebetstag für die Schöpfung“ aufgegriffen und erinnert an diesen Tag, der am Di., 01.09.2015 stattfindet.Es kann sich eine „Zeit für die Schöpfung“ vom 1.9.-4.10.2015 anschließen. In den Einladungsschreiben des Weltvorstandes sind Hinweise für die Gestaltung für die einzelnen und die Gruppen, aber auch eine Facebook-Seite für mögliche Rückmeldungen der Gestaltung (und darüber hinaus ) aus den einzelnen Ländern angegeben. Franziska Stein hat das englische Originalschreiben ins Deutsche übersetzt. Hier finden Sie beide Einladungen. Eine gute Zeit für die Schöpfung wünscht Ihnen aus Köln Harald Klein

– das Originalschreiben: CVX-CLC World Day of Prayer and Season of Creation
– die Übersetzung: CVX-CLC Weltgebetstag fuer die Schoepfung

Welttag der GCL zum Thema „Familien“

Der „Welttag“ innerhalb der GCL gibt Gelegenheit, auf Weltebene eine Frage oder einen Impuls zu thematisieren. Die „Projects“, die vom Weltsekretariat in Rom in verschiedenen Sprachen herausgegeben werden, bilden die Plattform zwischen dem Weltvorstand bzw. seinem Sekretariat und der weltweiten Gemeinschaft.
Im Dezember 2014 wurde im „Projects 161: Welt-GCL-Tag 2015 – Familie“ ein Text vorgelegt, der als Impuls für die Diözesan- und Regionalgemeinschaften, aber auch für die einzelnen Gruppen weltweit dienen soll. Die Antworten auf die hier vorgelegten Fragen können dem Weltsekretariat in Vorbereitung auf die Familiensynode im Oktober 2016 zurückgemeldet werden. GCL zeigt sich hier nicht nur „weltweit“, sondern auch in ihrer Verbindung zur Gesamtkirche.
Sie finden hier die Projects 161 – deutsch. Wer des Englischenmächtig ist, mag auch mit dem Orignaldokument arbeiten: Projects 161 – englisch.
Einen Vorschlag für die inhaltliche Aueinandersetzung finden Sie im Dokument selbst. Die Dokumente sind in den „Downloads“ abgelegt.